5 No-Gos, die Ihre Bewerbung in den Papierkorb befördern

Während der Bewerbungsphase können Ihnen zahlreiche Fehler unterlaufen. Über einige dieser Fehler sehen Personaler hinweg, wenn der Kandidat hinter der Bewerbung ansonsten sehr gut auf das gewünschte Profil passt. Andere Fehler hingegen sind K.O.-Kriterien, die Ihre Bewerbung in den Papierkorb befördern – oftmals sogar, bevor diese detailliert gesichtet wurde.
Als Bewerber müssen Sie ohnehin sehr viele Faktoren berücksichtigen, wenn Sie sich gegen die Vielzahl anderer Mitbewerber durchsetzen wollen. Unser Online-Bewerbungsservice Die Bewerbungsschreiber ist bereits seit mehreren Jahren auf die Erstellung ebenso professioneller wie individueller Bewerbungsunterlagen spezialisiert und hilft Menschen dabei, den Weg zu Ihrem Wunscharbeitgeber zu finden. Als kleine Hilfestellung für die Leser dieses Blogs gehen wir im folgenden Artikel auf fünf typische No-Gos ein, die Ihnen den Weg zu Ihrem neuen (Traum-)Job verbauen.

1. Rechtschreib- und Grammatikfehler in der Bewerbung

Sxhnell ist es … hoppla … Schnell ist es passiert: Ein kleinerer Tippfehler schleicht sich in den Text Ihres Bewerbungsschreibens und schmälert eine ansonsten aussagekräftige Bewerbung. Doch wo eindeutige Tippfehler noch als kleiner Makel durchgehen können, sind Rechtschreib- und Grammatikfehler das deutlichste K.O.-Kriterium für jedes Bewerbungsvorhaben.
Laut einer kooperativen Umfrage des Informationsportals bewerbung.net und dem Zentrum für ökonomische Bildung der Ruhr-Universität Bochum aus dem vergangenen Jahr, sind Rechtschreib- und Grammatikfehler für 68,20 % der insgesamt 107 befragten Personaler ein absolutes No-Go.
Gerade aufgrund dieser Tatsache sollten Sie sämtliche Elemente Ihrer Bewerbungsunterlagen vor dem Versand noch einmal gründlich überprüfen und von mindestens einer weiteren Person gegenlesen lassen. Für die eigene Korrektur empfiehlt es sich, einen zeitlichen Abstand einzuhalten.
Tipp: Wenn Sie mit der Erstellung fertig und mit dem Ergebnis erst einmal zufrieden sind, schlafen Sie eine Nacht darüber und lesen Sie sich das Geschriebene am Folgetag mit ausgeruhten Augen und wachem Kopf noch einmal in Ruhe durch.

2. Fehlender Stellen-/Unternehmensbezug

Sie haben eine Stellenausschreibung gefunden und möchten nun eine Bewerbung auf den Weg bringen. Doch wie machen Sie dem Empfänger deutlich, dass Sie den Job mindestens genauso, wenn nicht sogar mehr als Ihre Mitbewerber haben möchten?
Leider treffen in Personalabteilungen heutzutage immer noch sehr viele Bewerbungen ein, bei denen ein individueller Bezug zur ausgeschriebenen Position oder dem Unternehmen schlichtweg fehlt.
Der Personaler erhält dadurch schnell den Eindruck, dass Sie sich mit Ihrem Bewerbungsschreiben nicht genug Mühe gegeben haben beziehungsweise das Anschreiben in der gleichen Form auch an 50 weitere Arbeitgeber senden können.

passende BewerbungKein Personaler möchte folgenden Satz lesen:
„Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen auf die ausgeschriebene Stelle in Ihrem Hause.“
Dass Sie sich bewerben, sollte allein schon aus dem Namen der Datei deutlich werden, mit der Sie Ihre Bewerbungsunterlagen versenden. Spätestens jedoch die Überschrift „Bewerbung als …“ sollte alles klar werden lassen.
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um passende Verknüpfungspunkte zwischen Ihrem eigenen Profil und dem Stellenprofil zu recherchieren. Wir sprechen dabei von einem sogenannten Matching. Unternehmen stellen viele Informationen in Stellenausschreibungen oder der Homepage zur Verfügung, aus denen Sie geeignete Inhalte für Ihr eigenes Bewerbungsschreiben erstellen können.
Sollten Sie sich initiativ bewerben wollen, wird Ihnen kein konkretes Stellenprofil als Grundlage zur Verfügung stehen. Dies ist allerdings keine Ausrede dafür, dass Ihre Bewerbung weniger
individuell und auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten sein muss. Auch bei einer Initiativbewerbung ist die Recherche notwendig, um herauszufinden, wie Sie Ihre Motivation authentisch zu Papier bringen können.

Tipp: Geben Sie die Informationen nichtBewerbung Muster einfach 1:1 wieder. Der genaue Wortlaut wird dem Empfänger Ihrer Bewerbung aller Wahrscheinlichkeit
nach bestens bekannt sein. Nehmen Sie die Informationen und Fakten, die Sie besonders ansprechen und geben Sie Ihre Motivation in Ihren eigenen Worten wieder. Hierdurch wird Ihr Bewerbungsschreiben um ein Vielfaches interessanter.
Achtung: Eine Initiativbewerbung ist keine Musterbewerbung. Diese beiden Begriffe werden leider häufig verwechselt. Eine Musterbewerbung kann nicht zielführend sein und sollte in der heutigen Zeit gar nicht mehr existieren. Der nächste Punkt macht allerdings deutlich, dass einige Bewerber immer noch Mustervorlagen verwenden.

3. Verwendung von Mustervorlagen

Seit Ihrer letzten Bewerbung sind bereits einige Jahre vergangen und Sie wissen nicht, wie Sie Ihr Bewerbungsschreiben inhaltlich verfassen sollen? Damit sind Sie definitiv nicht allein. Allerdings darf dies kein Grund sein, um auf eine Mustervorlage zurückzugreifen – denn:

A) Sie können nicht sicher sein, dass die Mustervorlage tatsächlich auf aktuellem Stand ist
B) Eine Mustervorlage kann Ihnen nicht helfen, Ihre Motivation zu schildern und Ihren eigenen Werdegang darzulegen
C) Mustervorlagen sind in Personalabteilungen hinlänglich bekannt und werden direkt aussortiert

Durch die Verwendung einer Mustervorlage signalisieren Sie dem Personaler nur, dass Sie sich zu wenig Mühe gegeben haben. Das Bewerbungsschreiben ist weder individuell auf Ihr Profil noch auf das Stellenprofil oder das Unternehmen zugeschnitten. So wirkt es uninspiriert und der Personaler wird sich wahrscheinlich nicht zweimal überlegen, ob er die Person dahinter kennenlernen möchte.
Obwohl zahlreiche Experten seit geraumer Zeit vor der Verwendung von Mustervorlagen warnen, hier noch einmal die Warnung als Tipp: Verwenden Sie keine Mustervorlagen!

4. Unvollständige Bewerbungsunterlagen

In einigen Stellenausschreibungen finden Sie konkrete Informationen dazu, aus welchen Bestandteilen Ihre Bewerbung bestehen muss und welche Dokumente Sie Ihrer Bewerbung als Anhang anfügen sollten. Andere Unternehmen fassen sich in ihren Ausschreibungen kürzer und beschränken sich auf die „üblichen Bewerbungsunterlagen“ oder freuen sich auf eine „aussagekräftige Bewerbung“. Doch was ist damit genau gemeint?
Ihre Bewerbung sollte aus folgenden Elementen bestehen:

  • Bewerbungsschreiben
  • Deckblatt (optional)
  • Lebenslauf
  • Anhang

Das Bewerbungsschreiben gehört an die erste Stelle in Ihre Bewerbung (noch vor das Deckblatt), da Sie sich mit diesem Anschreiben dem Unternehmen beziehungsweise dem Personaler vorstellen und sein Interesse wecken wollen, damit er sich Ihre Bewerbungsunterlagen im Detail ansieht.
Nach dem Lebenslauf kann, je nach Wunsch des Bewerbers oder des Unternehmens, ein zusätzliches Motivationsschreiben (die sogenannte „Dritte Seite“) sinnvoll sein.
Beachten Sie, dass Sie jedes der Dokumente Bewerbungsschreiben, Lebenslauf sowie gegebenenfalls das Motivationsschreiben unterschreiben müssen.

Für den Anhang sollten Sie mindestens ein aktuelles Arbeitszeugnis (Zwischen- oder Endzeugnis) sowie Arbeitszeugnisse Ihrer letzten zwei Beschäftigungsverhältnisse in Ihre Bewerbung einfügen. Zudem muss das Zeugnis Ihres höchsten Bildungsabschlusses im Anhang zu finden sein. Dazu kommen optional noch Zertifikate relevanter Fort- und Weiterbildungen.
Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Bewerbungsmappe, egal ob als Datei oder in Papierform, nicht unnötig aufblähen. Erschlagen Sie den Leser nicht mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Informationen, sondern beschränken Sie sich auf die wirklich relevanten Zeugnisse und Zertifikate. Sie können beim Versand Ihrer Bewerbung zudem erwähnen, dass Sie weitere Nachweise bei Bedarf gern nachreichen.

Wenn Sie vor der Bewerbung nochmal Ihre letzten Zeugnisse prüfen lassen wollen, dann laden Sie hier und jetzt ein Arbeitszeugnis hoch.
Sie bekommen in wenigen Sekunde kostenlos die Noten, welche hinter den Formulierungen stecken, angezeigt!

Oder per App: iOS-DownloadAndroid-Download

Ganz wichtig ist, dass Sie die Fragen nach Eintrittsdatum und Gehaltsvorstellung in Ihrer Bewerbung beantworten. Ein mögliches Eintrittsdatum oder ein Hinweis auf die Kündigungsfrist gehört in jede Bewerbung. Eine Gehaltsvorstellung müssen Sie angeben, wenn Sie Ihr potenzieller neuer Arbeitgeber in der Stellenausschreibung danach fragt. Wenn Sie diese Informationen nicht liefern, kann dies als Formfehler ausgelegt werden und Ihre Bewerbung wird in den Papierkorb befördert.

5. Nichtbeachtung des gewünschten Bewerbungswegs

Heutzutage ziehen fast alle Personaler die Online-Bewerbung der klassischen papierbasierten Bewerbung vor. Schon allein aus dem Grund, dass eine Online-Bewerbung Kosten spart und der Stellenbesetzungsprozess vereinfacht wird. Auch für Sie als Bewerber ist die digitale Variante kostensparend. So hat die Online-Bewerbung, seinerzeit ein Bewerbungstrend, den Personalmarkt im Sturm erobert.

Viele Unternehmen bieten für die Online-Bewerbung inzwischen eigene Formulare und Online-Tools für den Bewerbungsprozess an, andere Unternehmen setzen auf den Versand per E-Mail.
Im vergangenen Jahr beteiligten sich 114 der 1.000 größten deutschen Unternehmen an einer Umfrage, welche auf statista.de einsehbar ist. Das Ergebnis: Insgesamt 98 % aller befragten Personaler bevorzugen die Online-Bewerbung (75 % präferieren die Formularbewerbung, 23 % setzen auf den Versand per E-Mail). Die papierbasierte Bewerbung und alternative Bewerbungsmethoden kommen jeweils nur auf 1 % und sind damit deutlich abgeschlagen.
Achten Sie also unbedingt darauf, wie Ihr potenzieller neuer Arbeitgeber Bewerbungsunterlagen erhalten möchte und berücksichtigen Sie diesen Wunsch. Wenn für die Bewerbung extra ein Formular erstellt wurde oder die Unterlagen als Datei per E-Mail eintreffen sollen und Sie Ihre Bewerbung im Papierformat per Post auf den Weg bringen, ist dies ebenfalls ein mögliches Ausschlusskriterium und Ihre Bewerbung landet im Papierkorb.

Über den Autor:
Ein Gastbeitrag von Ben Dehn, der bei die-bewerbungsschreiber.de Bewerbungen im vierstelligen Bereich für ziemlich jede Tätigkeit und Hierarchieebene verfasst hat und kontinuierlich neue und innovative Strategien, Konzepte und Produkte rund um die Themen Bewerbung und Karriere entwickelt.

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